Die Frage der Mikroverunreinigungen ist in den letzten Jahren von wachsendem Interesse, insbesondere wegen der enormen gesundheitlichen, sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Aspekte, die damit verbunden sind. Der regulatorische Rahmen wurde kürzlich erweitert und basiert auf europäischer Ebene auf den folgenden Regelungen:

    • die Wasserrahmenrichtlinie 2000/60/EG die Regeln festlegt, um der Verschlechterung des Zustands der Gewässer in der Europäischen Union Einhalt zu gebieten.
    • die Richtlinie 2013/39/EG über prioritäre Stoffe die eine Liste von 45 Mikroverunreinigungen definiert, die im Wasser besondere Aufmerksamkeit erfordern.
    • die REACH-Verordnung die Beschränkungen für das Inverkehrbringen und/oder die Verwendung gefährlicher Stoffe definiert, von denen einige Quellen von Mikroverunreinigungen sind.
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Auf nationaler Ebene wird diese Regelung durch den « Nationalen Plan zur Bekämpfung von Mikroverunreinigungen/span> » verstärkt, dessen bis 2021 festgelegter Zeitplan darauf abzielt, 1) die Emission von Mikroverunreinigungen in aquatischen Ökosystemen auf relevanter Grundlage zu reduzieren, 2) die Kenntnisse zu konsolidieren, um den Kampf gegen die Wasserverschmutzung anzupassen und die biologische Vielfalt zu erhalten, und 3) eine Liste von Molekülen zu erstellen, auf die sich die Maßnahmen beziehen.

Um diese Ziele zu erreichen, basieren die derzeitigen Lösungen unter anderem auf der Abschätzung der in aquatischen Ökosystemen vorhandenen Moleküle auf der Grundlage von Emissionsfaktoren und der Bestimmung ihrer Toxizität auf der Grundlage toxikologischer Studien. Traditionelle analytische Ansätze, die auf eine vorher festgelegte Liste von Zielverbindungen abzielen, können jedoch viele Einschränkungen aufweisen:

    • Die Europäische Union referenziert derzeit mehr als 110.000 Moleküle. Aus offensichtlichen Kosten- und Methodengründen können nicht alle diese Moleküle in Wasser spezifisch überwacht werden.
    • Einmal in aquatischen Ökosystemen angekommen, werden die freigesetzten Moleküle oft nicht in ihrer nativen Form akkumuliert, sondern nach chemischen oder mikrobiologischen Reaktionen so verändert, dass Verbindungen entstehen, die als Metaboliten von Mikroverunreinigungen bekannt sind. Einige dieser Metaboliten sind für Moleküle wie Atrazin relativ gut bekannt, aber für die überwiegende Mehrheit der Mikroverunreinigungen ist ihre Natur oft völlig unbekannt. Folglich besteht ein grosses Risiko, dass Metabolite von Mikroverunreinigungen, die sich stark anreichern oder eine signifikante Wirkung auf die Umwelt haben, einfach nicht gesucht werden.
    • Die unter Laborbedingungen gemessene Toxizität von Molekülen spiegelt nicht unbedingt genau die Toxizität dieser gleichen Verbindungen unter Umweltbedingungen wider. Erstens wird der Cocktaileffekt in konventionellen Analysen nicht oder nur sehr teilweise berücksichtigt. Dieser Effekt kann als eine Veränderung der Wirkungen eines Moleküls definiert werden, wenn es mit anderen Verbindungen in Verbindung steht. Angesichts der hohen Anzahl von Mikroverunreinigungen (und der noch höheren Anzahl von Metaboliten von Mikroverunreinigungen, von denen die meisten unbekannt sind) ist es praktisch unmöglich, alle möglichen Kombinationen dieser Moleküle und damit ihre Toxizität unter « realen » Bedingungen zu testen.
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Um die technologischen Schranken aufzuheben, investiert LODIAG viel in Forschung und Entwicklung, um Ihnen innovative Lösungen anzubieten, die es Ihnen ermöglichen, die nächsten regulatorischen Fortschritte zu antizipieren.